Vorgehensweise  
       
    Der Ist-Prozess bei den meisten Firmen des Sondermaschinenbaus ist geprägt durch ein sequenzielles auftragsabwicklungsorientiertes Vorgehen, bei dem Unterlagen aus abgeschlossenen Projekten kopiert und manuell angepasst werden. Baukastenbasierte Lösungen sind im Allgemeinen nicht vorhanden.

Die Herausforderung liegt in der Umstellung eines sequenziellen, auftragsabwicklungs- orientierten Engineeringprozesses hin zu einem parallelen, baukastenbasierten Prozess.

Erfahrungen aus Einführungsprozessen bisheriger Kunden haben ergeben, dass ein Vorgehen nach der Keimzellenstrategie i.d.R. am schnellsten zum Erfolg führt.

Bei der Keimzellenstrategie wird zunächst ein Baukasten lediglich für eine Teildisziplin, beispielsweise für die SPS-Software, entwickelt. Erst nachdem der Einsatz dieses Baukastens Effekte beim Einsatz in Projekten zeigt und Ressourcen freisetzt, wird der Baukasten iterativ für weitere Disziplinen (Schaltplan, Visualisierung, Fluid, Dokumentation, Kalkulation etc.) erweitert ("Der Appetit kommt beim Essen").

Vorteil der Keimzellenstrategie ist, dass in einer frühen Phase nur wenige Mitarbeiter für den Aufbau von Baukastensystemen gebunden sind, frühzeitig Effekte nachweisbar sind und damit von Anfang an für Akzeptanz bei allen Beteiligten gesorgt wird. Mit den freigewordenen Ressourcen wird der Baukasten iterativ auf weitere Disziplinen ausgeweitet, immer gesteuert durch real erzielte Effekte in Bezug auf Kosten, Zeit und Qualität.
 
     
 
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